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A. Haug, Die attische Bilderwelt des 8. und 7. Jh. zwischen sozialer Konkretheit und freier Imagination, in: C. Juwig – C. Kost (Hrsg.), Bilder in der Archäologie – eine Archäologie der Bilder? Internationales Kolloquium Hamburg, 17.–19.

A. Haug, Die attische Bilderwelt des 8. und 7. Jh. zwischen sozialer Konkretheit und freier Imagination, in: C. Juwig – C. Kost (Hrsg.), Bilder in der Archäologie – eine Archäologie der Bilder? Internationales Kolloquium Hamburg, 17.–19. April 2008
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  Bilder in der Archäologie – eine Archäologie der Bilder?  Tübinger Archäologische Taschenbücher herausgegeben vonManfred K. H. Eggert und Ulrich VeitBand 8 Waxmann 2010 Münster / New York / München / Berlin  Waxmann 2010 Münster / New York / München / Berlin Carsten Juwig, Catrin Kost (Hrsg.) Bilder in der Archäologie – eine Archäologie der Bilder?  Tübinger Archäologische Taschenbücher, Band 8 ISSN 143 6-5219 ISBN 978-3-8309-2321-3© Waxmann Verlag GmbH, 2010Postfach 8603, 48046 Münster www.waxmann.cominfo@waxmann.comUmschlaggestaltung: Pleßmann Design, AschebergSatz: Stoddart Satz- und Layoutservice, Münster Druck: Hubert & Co., GöttingenGedruckt auf alterungsbeständigem Papier,säurefrei gemäß ISO 9706Alle Rechte vorbehaltenPrinted in Germany Bibliogra fi sche Informationen der Deutschen Nationalbibliothek  Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation inder Deutschen Nationalbibliogra fi e; detaillierte bibliogra fi scheDaten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.  A  NNETTE  H AUG Die attische Bilderwelt des 8. und 7. Jahrhunderts v. Chr. zwischen sozialer Konkretheit und freier Imagination Z USAMMENFASSUNG : Der Beitrag zeigt am Beispiel der frühgriechischen Bilder des 8. und 7. Jahrhunderts v. Chr. die wechselseitige Abhängigkeit von Bildkontext und Bildmedium sowie die Veränderlichkeit des visuellen Redens über sozial relevante Inhalte auf. In einem weiteren Schritt wird der visuelle Diskurs an die über bild-externe Quellen rekonstruierte, erlebbare Wirklichkeit dieser Zeit rückgebunden, um so die Realitätsebene, auf der sich die Bilder bewegen, zu beschreiben. Das Thema des Kolloquiums – die Frage nach einer archäologischen Bildherme-neutik – fordert von Bildinterpreten Rechenschaft ein. Besonders prekär ist die Ausgangslage für Epochen, für die keine historischen Informationen zum politi-schen Tagesgeschäft bekannt sind. Ein besonders komplexer, aber auch viel ver-sprechender Fall begegnet uns in den Darstellungen der griechischen Frühzeit, den Bildern des 8. und 7. Jahrhunderts v. Chr. in Athen und Attika. Für diese Zeit liegen mit den homerischen Epen und den Dichtungen Hesiods zwar erste schriftliche Quellen vor, um historische Quellen im engeren Sinn handelt es sich  jedoch nicht. Eine sozialhistorische Kontextualisierung der Bilder auf der Grund-lage schriftlicher Quellen ist folglich nicht möglich. So steht im Mittelpunkt der nachfolgenden Überlegungen eine Frage: Können die Bilder selbst als historische Quellen dienen? Mit dieser Frage stehen doch letztlich das Bildverständnis und die Bildbedeutung schlechthin auf dem Spiel. Von Archäologen wie Historikern werden gerade die frühen Bilder als Infor-manten für die Rekonstruktion antiker Realien, aber auch als Quellen für histo-rische Abläufe eingesetzt. So erhofft man von den Bildern Aussagen dazu, wie man sich etwa Waffen oder Bekleidung einer Zeit vorzustellen hat. Zeigt eine Kampfdarstellung Rundschilde, so setzt man wie selbstverständlich voraus, dass das Bild die reale Bewaffnung der Zeit wiedergebe. Diese positivistische Heran-gehensweise wird jedoch dem Bild und seinen Möglichkeiten nicht gerecht. Im Folgenden wird daher eine vorsichtige Annäherung an Bedeutungsoptionen der frühen Bilder versucht.Ausgangspunkt der Überlegungen ist das Bild des Menschen, wie es in der Kunst Athens und Attikas im 8. und 7. Jahrhundert artikuliert worden ist. Da-mit wird nicht nur der zentrale Bildgegenstand dieser Zeit ins Auge gefasst, son-dern auch ein Bildinhalt untersucht, der durch die Anschauung des menschlichen Körpers inspiriert ist. Der Bildgegenstand ist in gewissem Sinn auf eine soziale Konkretheit festgelegt. Es steht folglich zur Debatte, wie konkret der Nexus zwi-schen Bildlichkeit und Lebenswelt ausfällt. Die Untersuchung soll dabei durch
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